Motten, Käfer & Co. in der Küche
Tipps zur Vorbeugung und zur Bekämpfung von Vorratsschädlingen im Haushalt

Besonders im Sommer kommen sie häufig vor: Vorratsschädlinge. Ob im Mehl oder in Nüssen, Motten und Käfer fühlen sich hauptsächlich in trockenen Lebensmitteln wohl. Dies führt immer wieder zu unnötigen Lebensmittelabfällen. Ein Schädlingsbefall lässt sich oft vorab vermeiden. Auch bei einem Auftreten gibt es wirksame Maßnahmen.
Wie kommen die Schädlinge in das Essen?
Vorratsschädlinge gelangen häufig unbemerkt in den Haushalt. Oft werden sie bereits mit eingekauften Lebensmitteln eingeschleppt, etwa über Mehl, Reis, Nüsse oder Gewürze. „Typische Anzeichen sind kleine Gespinste in Verpackungen, krümelige Rückstände oder kleine Käfer und Larven im Vorratsschrank“ meint Dr. Nicole Wege von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. „Besonders warme Temperaturen und lange gelagerte Lebensmittel begünstigen ihre Vermehrung.“
Die Zahl möglicher Vorrats- und Hygieneschädlinge ist groß. Häufig treten in deutschen Haushalten Käferarten wie Brot-, Korn- oder Reismehlkäfer sowie Mottenarten wie Dörrobst- und Mehlmotten auf, gelegentlich auch Schaben. Die meisten Schädlinge sind dabei nicht auf ein einzelnes Lebensmittel spezialisiert: Sie befallen unter anderem Mehl, Nüsse, Schokolade, Nudeln oder sogar Gewürze. Das warme und teilweise feuchte Klima in der Küche bietet ihnen zudem günstige Lebensbedingungen.
Was hilft gegen Vorratsschädlinge?
„Um einen Befall zu vermeiden, sollten trockene Lebensmittel in gut verschließbaren Behältern mit Gummidichtung aufbewahrt werden, denn offene oder beschädigte Verpackungen bieten Schädlingen einen leichten Zugang“ so Dr. Wege. „Zudem empfiehlt es sich, Vorräte regelmäßig zu kontrollieren sowie kühl und trocken zu lagern.“ Beim Kochen ist regelmäßiges Lüften anzuraten, um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Das Anbringen von Fliegengittern vor allen Fenstern verhindert zusätzlich das Einfliegen von Vorratsschädlingen.
Ist bereits ein Befall aufgetreten, sollten betroffene Lebensmittel konsequent entsorgt werden. Diese vorab einzufrieren verhindert, dass sich die Insekten nicht aus dem Müll heraus wieder ausbreiten können. Anschließend ist es wichtig den Vorratsschrank gründlich zu reinigen. Hierzu eignet sich Allzweck- oder Essigreiniger. In einigen Fällen können auch Pheromonfallen – sogenannte synthetische Lockstoffe – verwendet werden. Auch der Einsatz von Schlupfwespen ist möglich. Diese sind der natürliche Gegenspieler von Lebensmittelmotten, befallen deren Eier und verhindern so eine weitere Vermehrung. Für den Menschen sind die winzigen Insekten ungefährlich und verschwinden nach getaner Arbeit von allein. Entsprechende Präparate finden sich für den Privatgebrauch im Baumarkt oder Fachhandel.
Weitere Infos zur Schädlingsbekämpfung und – Vorbeugung sind hier abrufbar.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.