Über das Internet wurde ein Anleger im Februar 2026 auf eine Werbeanzeige für Kryptoanlagen aufmerksam. Nachdem er sich mit seinen persönlichen Daten registriert hatte, wurde er von sogenannten Finanzagenten eines Nova Prime Markets kontaktiert. Die Kontakte fanden regelmäßig via WhatsApp, auch per Video, und per E-Mail statt. Die Finanzagenten offerierten dem Anleger hohe Renditen für die angebotenen Investitionen. Den Finanzagenten des Nova Prime Markets gelang es durch ständige Kontakte, jegliche Zweifel und angebliche Skepsis des Verbrauchers sofort im Keim zu ersticken.
Warnung vor Nova Prime Markets
Letztlich gelang es den Betrügern sogar auf das Smartphone des Anlagewilligen zuzugreifen und so an hoch sensible Daten zu kommen. So erfuhren sie von weiteren Banken, wo der Verbraucher Konten unterhielt und sogar von weiteren Konten von Familienmitgliedern, wo der Verbraucher als Bevollmächtigter Zugriff hatte.
Die Finanzagenten verleiteten den Verbraucher so dazu, Vermögenswerte, die bei anderen Banken verwaltet wurden über ein weiteres Konto als angebliche Investitionen in Kryptowerte zu investieren.
Auch die BaFin warnte vor dem Anbieter
Bereits am 12. März warnte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor Angeboten der Website novaprimemarkets(.)ltd: „Über die Website bietet die angeblich in Berlin ansässige Nova Prime Markets Asset Management GmbH ohne Zulassung Kryptowerte-Dienstleistungen an. Konkret bietet sie den Handel mit Kryptowerten, Aktien und Rohstoffen an.“
Doch diese Warnung kam zu spät für den geprellten Anleger. Sein investiertes Geld und damit sein gesamtes Erspartes ist weg.
Doch das ist noch nicht bitter genug. Vielmehr gelang es den Betrügern mit den ergaunerten persönlichen Daten, Kredite bzw. Kreditkarten im Namen des Verbrauchers zu beantragen und über die Kreditlinien zu verfügen. Somit bleibt der Betrogene zusätzlich noch auf einem großen Berg Schulden sitzen.
Fazit
Deshalb rät die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt:
- Werbeanzeigen nicht blind zu vertrauen
- Anbieter zuerst genauestens überprüfen
- Den Fake-Check Geldanlage der Verbraucherzentrale nutzen
- Nach der Auflistung in der Unternehmensdatenbank der Bafin suchen
- Nicht leichtfertig auf Links in E-Mails zu klicken.
Das landesweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale ist unter +49 345 29 27 800 für Auskünfte und Terminvereinbarungen zu erreichen.