Riestervertrag sollte nach Urteil geprüft werden

Pressemitteilung vom
Kosten in der Auszahlphase oft unzulässig
BILD_Rente
Off

Riestersparer, die sich bereits in der Verrentungsphase befinden und die einmaligen Abschluss- und Verwaltungskosten schon bezahlt haben, sollten prüfen lassen, inwieweit eine Rückforderung der gezahlten Gebühren noch möglich ist.

Jüngst wandte sich ein Riestersparer ratsuchend an die Beratungsstelle Dessau. Ein Riesterbanksparplan sollte nach jahrelangem Besparen durch Eigenbeiträge und staatliche Zulagen in die Rentenauszahlphase überführt werden. Satte 26.000 Euro hatten sich so angesammelt. Fest stand für den Sparer, dass er sich 30 Prozent des angesparten Guthabens sofort auszahlen lassen wollte. Der Rest des Geldes sollte lebenslang verrentet werden. Der Verbraucher hatte dafür von seiner Sparkasse verschiedene Angebote übersandt bekommen und suchte nun Hilfe bei der Entscheidungsfindung.

Nach der Überprüfung der Unterlagen stellte die Beraterin fest, dass die Angebote unzulässige einmalige Abschluss- und Verwaltungskosten von  938 Euro bzw. 403 Euro enthielten. Unzulässig sind die Kosten, da die Kostenklausel in dem ursprünglichen VorsorgePlus-Vertrag nicht klar und verständlich ist und somit den Verbraucher unangemessen benachteiligt.  In einem ähnlichen Fall hatte der Bundesgerichtshofes (Az. XI ZR 290/22) gerade so entschieden. Der betroffene Verbraucher fordert die Sparkasse nun mit Hilfe eines Schreibens der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt auf, bei den Angeboten nachzubessern.


Fragen rund um das Thema der Riesterrente beantwortet die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt online, telefonisch und in den Beratungsstellen persönlich vor Ort. Das landesweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale ist unter (0345) 29 27 800 für Auskünfte und Terminvereinbarungen zu erreichen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Fernwärme

Klageregister eröffnet: vzbv verklagt E.ON und HanseWerk Natur

Seit 2020 haben E.ON und HanseWerk Natur ihre Fernwärmepreise um ein Vielfaches erhöht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält die Preiserhöhungen für rechtswidrig und verklagt die Unternehmen. Tragen Sie sich ins Klageregister ein, um an der Sammelklage teilzunehmen.
Justitia Gericht Urteil Recht

Klageregister eröffnet: Jetzt mitmachen bei Sammelklage gegen ExtraEnergie

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt den Anbieter ExtraEnergie. Es geht um enorme Preiserhöhungen um teilweise mehr als 200 Prozent. Mit der Sammelklage will der vzbv Rückzahlungen für Kund:innen erreichen.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.