Betrug auf Verkaufsplattformen

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale warnt vor Lockangeboten
Online-Shop
Off

Immer wieder berichten Verbraucher der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, dass sie Mahnungen von Unternehmen oder sogar von Inkassounternehmen erhalten, die angeben, dass der Verbraucher Ware bestellt habe. Die Verbraucher selbst bestreiten dies. So auch in diesem Fall: Der Verbraucher erwarb über Ebay Waren im Wert von insgesamt 92,90 Euro, die ihm auch zugesandt und von ihm bezahlt wurden, so glaubte er. Ein paar Wochen später schickt ihm jedoch ein Unternehmen eine Mahnung in Höhe von 206 Euro. Es stellte sich heraus, dass der Ebay-Verkäufer bei der besagten Firma die Ware mit den Daten des Verbrauchers bestellt hatte.

Die Masche ist nicht neu. Aufgrund der aktuellen Situation ist der Konsum bei vielen Verbrauchern zurückgegangen oder sie suchen nach günstigen Angeboten. Da haben es Trickbetrüger oftmals leicht. Sie bieten Waren zu einem günstigeren Preis an, weit unter dem Preis von anderen Anbietern. Die Zahlung erfolgt immer als Vorkasse. Nachdem das Geld überwiesen wurde, verwendet der Trickbetrüger die Adressdaten des Verbrauchers, um in dessen Namen eine Bestellung bei einem Anbieter zu tätigen, der das angebotene Produkt tatsächlich und zu einem höheren Preis verkauft. Dadurch dass die Täter eine falsche E-Mail-Adresse angeben und die Rechnungen zunächst an diese E-Mail versandt werden, erfahren die Verbraucher von diesem Vorgang nichts.

Deshalb sollten im Online-Handel günstige Angebote kritisch hinterfragt werden. In solchen Fällen ist es ratsam, den Anbieter zu prüfen, auch auf einer Verkaufsplattform, wie in diesem Fall. Unternehmen sind verpflichtet ein Impressum anzugeben. Stellt sich heraus, dass es den Anbieter nicht gibt oder die Angaben im Impressum falsch sind, sollten keine Bestellungen vorgenommen werden. Das gleich gilt auch, wenn als Zahlungsart nur Vorkasse angeboten wird.

Verbraucher die Opfer von Betrugsmaschen geworden sind, sollten sich sofort an das Unternehmen wenden, das die Forderungen geltend macht und zeitgleich eine Strafanzeige gegen Unbekannt stellen.


Fragen rund um Verträge, Vorkasse und Fristen beantwortet die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt online, telefonisch und in den Beratungsstellen persönlich vor Ort. Das landesweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale ist unter (0345) 29 27 800 für Auskünfte und Terminvereinbarungen zu erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

BMUV-Logo

Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

Healy: Keine wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsversprechen

Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige Verkäufer:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil dazu.
Das Foto zeigt im Vordergrund das Logo der FTI Touristik auf einen Smartphone, im Hintergrund ist die Homepage der FTI Touristik zu sehen

FTI Touristik GmbH ist insolvent – was das für Sie bedeutet

Europas drittgrößter Reiseveranstalter, die FTI Touristik GmbH, ist insolvent. Betroffen sind alle Leistungen und Marken, die Sie direkt bei dem Unternehmen gebucht haben. Was Sie jetzt wissen müssen, falls Sie schon unterwegs sind oder Ihre Reise noch bevor steht.