Vorsicht bei Lockanrufen von Wohnbaugenossenschaft

Stand:
Mit Zuschüssen von Arbeitgeber und Staat in eine Wohnbaugenossenschaft investieren – das klingt nach grundsolidem Sparen. Doch Vorsicht! Mit Telefonanrufen versuchen Wohnbaugenossenschaften, Verbrauchern einen Beitritt aufzuschwatzen, damit diese sich mit Vermögenswirksamen Leistungen beteiligen.
Off

Mit Zuschüssen vom Arbeitgeber und dem Staat in eine Wohnbaugenossenschaft investieren – das klingt nach grundsolidem Sparen. Doch Vorsicht! Mit überraschenden Telefonanrufen versuchen Wohnbaugenossenschaften, Verbrauchern einen Beitritt aufzuschwatzen, damit diese sich mit ihren Vermögenswirksamen Leistungen (VL) beteiligen. Bei den Verbraucherzentralen häufen sich z.B. Beschwerden über ungewollte Mitgliedschaften bei den Genossenschaften GenoKap und Protectum. "Eine Beteiligung an einer Bau- oder Wohnungsgenossenschaft auf diesem Weg ist möglich, ist aber kein üblicher VL-Sparvertrag, sondern eine Unternehmensbeteiligung“, warnt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. Die Investition ist riskant. Schlimmstenfalls droht der Totalverlust. "Doch Risiken verstecken oder verharmlosen die Anbieter gerne."

Brandes rät: Lassen Sie sich keine Genossenschaftsbeteiligung als VL-Sparvertrag aufschwatzen. Wer am Telefon überrumpelt wurde, sollte den Beitritt zur Genossenschaften umgehend widerrufen.


Update: Auch über das Internet werden Verbraucher inzwischen unter Berufung auf Fördermöglichkeiten durch den Staat in VL-Verträge bei Wohnungsbaugenossenschaften gelockt. Seien Sie auch hier besonders vorsichtig; wir raten von solchen Verträgen ab.
Mit dem Gesetz zum Bürokratieabbau und zur Förderung der Transparenz bei Genossenschaften wurden mit Wirkung zum 17.07.2017 die formalen Voraussetzungen verschärft, nun bedarf es auch für die Vollmacht zum Beitritt einer Genossenschaft der Schriftform. Die Initiative dazu ging vom Verbraucherschutzausschuss des Bundesrates aus und geht damit auf das zuvor beobachtete Problem ein.

Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

Healy: Keine wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsversprechen

Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige Verkäufer:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil dazu.
Das Foto zeigt im Vordergrund das Logo der FTI Touristik auf einen Smartphone, im Hintergrund ist die Homepage der FTI Touristik zu sehen

FTI Touristik GmbH ist insolvent – was das für Sie bedeutet

Europas drittgrößter Reiseveranstalter, die FTI Touristik GmbH, ist insolvent. Betroffen sind alle Leistungen und Marken, die Sie direkt bei dem Unternehmen gebucht haben. Was Sie jetzt wissen müssen, falls Sie schon unterwegs sind oder Ihre Reise noch bevor steht.