Weltverbrauchertag am 15. März

Pressemitteilung vom

Verbraucher geraten immer wieder ungewollt in Kostenfallen, da diese oft nicht zu erkennen sind.

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Beispiele gibt es nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale viele: So nutzen Schlüsselnotdienste die hilflose Lage vor der Tür aus und verlangen danach einen überteuerten Preis. Menschen, die mit der Einsamkeit kämpfen, stoßen auf eine Kontaktanzeige. Statt jedoch einen neuen Partner zu finden, sollen sie lange für einen fragwürdigen Vertrag zahlen. Werbung mit kostenloser Testphase oder eine vermeintliche Probepackung entpuppt sich später als kostenpflichtiges Abo. Unerbetene Anrufe von Energieanbietern führen zum ungewollten Vertragsabschluss.

Auch in der digitalen Welt warten Kostenfallen: So findet der Verbraucher auf einer Internetseite ein günstiges Angebot. Jedoch bekommt er nicht die Ware, die er bestellt hat. Das gezahlte Geld ist oft verloren. Verkäufer, die ihre Tickets auf einer Vermittlungsplattform anbieten, verlangen überhöhte Preise. Sind die Tickets dann noch mit einem anderen Namen personalisiert, wird der Zugang zu der Veranstaltung verweigert. Hier liegt oft nicht nur ein finanzieller Schaden vor.

Verbraucher, die erfahren wollen, wie man sich vor Kostenfallen im Alltag besser schützt, können sich am Donnerstag, dem 12. März 2020 in den Beratungsstellen Halle, Magdeburg, Dessau, Salzwedel, Halberstadt und Zeitz innerhalb der Öffnungszeiten informieren. Alle Verbraucher die bereits in eine Kostenfalle geraten sind, können sich an diesem Tag vor Ort kostenlos beraten lassen oder einen Termin für eine kostenlose Beratung über das Servicetelefon 0345 2927800 vereinbaren. Darüber hinaus wird zum Thema Kostenfallen ein Wissenstest als informatives Quiz sowie umfangreiches Informationsmaterial, darunter das Kartenspiel zum Verbraucheralltag „play or die dump“, angeboten.

Hintergrund: Auch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz erkannte gesetzgeberischen Handlungsbedarf gegen Kostenfallen. Im Januar wurde der Entwurf eines Gesetzes für faire Verbraucherverträge veröffentlicht. Darin sind unter anderem enthalten: Kürzere Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bei Verträgen, eine klarere Bestätigungslösung beim Wechsel des Energielieferanten und mehr Nachweispflichten für Unternehmen bei Telefonwerbung.

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