Reiserücktrittsversicherung, wenn Urlaub wegen Corona gefährdet ist?

Pressemitteilung vom

Mit der weltweiten Reisewarnung wegen des Coronavirus konnten Pauschalreisen zumindest bis Ende April storniert werden. Doch was ist mit Reisen, die erst später stattfinden sollen und bei denen die Gründe für den Rücktritt die Angst vor Ansteckung oder mögliche zukünftige Einreisesperren oder Reisewarnungen sind? Die Reiserücktrittsversicherung greift hier nicht!

Reisekoffer auf Geldstapel
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Sie berechtigt nur dann zum Rücktritt, wenn man selbst als Versicherungsnehmer oder die sogenannten „Risikopersonen“ unerwartet krank oder durch bestimmte Ereignisse verhindert sind und nicht wie geplant reisen können. Mit Risikopersonen sind die Angehörigen der versicherten Person sowie diejenigen, die gemeinsam mit der versicherten Person eine Reise gebucht und versichert haben und deren Angehörige gemeint.

Versicherte Rücktrittsgründe können weiterhin sein: der Tod von Verwandten, unvorhersehbare Komplikationen bei einer Schwangerschaft oder Impfunverträglichkeit der versicherten Person, erhebliche Schäden am Eigentum der versicherten Person z.B. durch Feuer oder Elementarereignisse oder beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes.

Falls Sie selbst an Corona erkrankt sind und von einer Reise zurücktreten oder diese abbrechen müssen, wird wohl eine Erstattung schwierig sein, weil die WHO „Corona“ inzwischen offiziell als Pandemie einstuft hat. Denn viele Versicherungsbedingungen sehen vor, dass "Schäden, Erkrankungen und Tod infolge von Pandemien" nicht versichert sind. Schauen Sie im Zweifel in die Bedingungen Ihres Versicherungsvertrages.

 

Wegen der großen Beratungsnachfrage hat die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt eine Hotline mit einem zusätzlichen kostenlosen Beratungsangebot geschaltet. Dafür stehen unter der Telefonnummer (0345) 29 80 363 Experten für alle Anfragen zu Problemen mit Stornierungen oder Kündigungen bei allen Verträgen für Reisen und aus dem Freizeitbereich zur Verfügung.

Darüber hinaus können Verbraucher auch direkt das Verbrauchertelefon unter (0900) 1 77 57 70 (1 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend) anrufen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.