Kein Geld verschenken - freiwilligen Ausgleich beim Bund beantragen

Pressemitteilung vom

Die Insolvenz der britischen Muttergesell­schaft Thomas Cook Group betraf im vergangenen Jahr auch die deutschen Ableger ­- Bucher Reisen, Öger Tours GmbH, Thomas Cook International AG und Tour Vital Touristik GmbH. Auch diese mussten Ende September 2019 bei Gericht Insolvenz­anträge einreichen. Gebuchte und bereits bezahlte Reisen wurden abgesagt, der Ärger der betroffenen Verbraucher war groß.

Flugzeug
Off

Die Insolvenzversicherung Zurich hat den Gesamtschaden auf 347 Millionen Euro beziffert. Erstattet wurden betroffenen Kunden letztlich 26,38 Prozent ihrer Ansprüche, da die Haftungssumme pro Geschäftsjahr auf 110 Millionen Euro begrenzt war. Den größeren, noch ausstehenden Rest der von Verbrauchern geleisteten Zahlungen übernimmt seit Mai dieses Jahres der Bund als sog. freiwillige Ausgleichszahlng.

Dafür steht den Betroffenen noch bis kommenden Sonntag, den 15. November ein kostenfreies, online-basiertes Anmeldeverfahren zur Verfügung. Auf der Website des Bundesjustizministeriums sind die entsprechenden Adressen benannt. Um den Ausgleichsanspruch geltend machen zu können, muss der Verbraucher zuvor seine Ansprüche bei der Insolvenzversicherung Zurich und beim Insolvenzverwalter geltend gemacht haben.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin: Betroffene Verbraucher, die ihre Ansprüche im Thomas-Cook-Bundprotal noch nicht geltend gemacht haben, sollten dies umgehend tun. Nach Medienberichten laufen knapp die Hälfte der Betroffenen ansonsten Gefahr, ihr Geld zu verschenken.

Hier geht es zum online basierten Anmeldeverfahren.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.