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Finger weg von Schlankheitspillen

Pressemitteilung vom

Pillen zum Abnehmen bringen oft Risiken mit sich. Um das Wunschgewicht zu erreichen, sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Vollkornprodukten gesetzt werden -  das schont auch den Geldbeutel.

NEM auf Teller
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Alles essen können und trotzdem das Wunschgewicht erreichen: Das ist der Traum vieler Menschen. Hersteller von Abnehmpillen und -pulvern nutzen dies und versprechen große Erfolge für die Einnahme ihrer Produkte. Doch was ist dran an den reizvollen Werbeaussagen? Die Verbraucherzentralen haben verschiedene Nahrungsergänzungsmittel mit Abnehm-Versprechen unter die Lupe genommen:

Synephrin ist ein natürlicher Stoff, der in der Schale und im Fruchtfleisch der Bitterorange vorkommt. In Nahrungsergänzungsmitteln findet man ihn meist zusammen mit Koffein, so zum Beispiel in Fatburner-Kapseln der Sportladen-Kette „Body Attack“. Dass Synephrin beim Abnehmen helfen kann, ist jedoch eher zweifelhaft. Hohe Dosierungen, besonders zusammen mit Koffein, können das Herz-Kreislauf-System belasten. So sind Nebenwirkungen wie Bluthochdruck und Herzrasen bekannt.

Nahrungsergänzungsmittel mit Mate sollen aufgrund des enthaltenen Koffeins anregend wirken und den Appetit senken. Für Nahrungsergänzungsmittel werden die grünen, ungeräucherten Blätter sowie gerösteten Blätter des Mate-Strauchs verwendet, der in Südamerika beheimatet ist. Die Kapseln, die häufig zum Abnehmen empfohlen werden, werden vor allem in Online-Shops angeboten. Eine gewichtsreduzierende Wirkung ist wissenschaftlich jedoch ebenfalls nicht belegt. Koffeinempfindliche Personen, Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sollten auf den Verzehr von Mate-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln verzichten.

In manchen Abnehm-Pillen, die als besonders wirksam angepriesen werden, sind gefährliche und für Lebensmittel verbotene Substanzen enthalten wie die Industriechemikalie 2,4-Dinitrophenol, auch DNP. In mehreren Ländern gab es in den letzten Jahren Todesfälle nach dem Konsum dieses Stoffes. Bei 2,4-DNP handelt es sich um eine hochgiftige Chemikalie, die ursprünglich als Sprengstoff verwendet wurde. Sie steigert die Wärmeproduktion des Körpers. Das kann zum Tod durch Überhitzung führen. 2,4-DNP ist nicht als Arzneimittel zugelassen und darf auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, dennoch findet man den Stoff europaweit in Onlineshops.

 „Die Risiken der Einnahme von Abnehmpillen übertreffen häufig den – oftmals nicht einmal belegten – Abnehmerfolg.“

So Tabea Dorendorf, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. Sie empfiehlt stattdessen, auf dem Weg zur Wunschfigur eine langfristige Ernährungsumstellung anzustreben. Diese sollte überwiegend auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukten basieren, denn dann ist eine ausreichende Ballaststoffzufuhr für eine nachhaltige Sättigung garantiert. Gleichzeitig werden Gesundheitsrisiken ausgeschlossen und der Geldbeutel geschont.

 

 


Mehr Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln finden Sie auf: www.klartext-nahrungsergaenzung.de

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