Höhere Wohnungsbauprämie macht Sparen in neuem Vertrag nicht attraktiver

Pressemitteilung vom

Mit Beginn des neuen Jahres gab es positive Änderungen bei der Wohnungsbauprämie. Neben einer großzügigen Erhöhung der Einkommensgrenzen wurde auch die Höchstprämie deutlich angehoben. Alleinstehende können nunmehr pro Jahr 25 Euro mehr an Prämie, maximal jedoch 70 Euro pro Jahr erhalten, Eheleute sogar das Doppelte.  

 

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Das ruft aktuell die Bausparkassen auf den Plan. Sie werben massiv mit dieser Erhöhung der Einkommensgrenzen und der höheren Förderung für einen Neuabschluss ihrer Verträge.

Doch was bringt es für den einzelnen Sparer? Sollte man auf Grund der höheren Wohnungsbauprämie einen neuen Bausparvertrag abschließen? Ist es durch die Abschlussgebühr und durch jährliche Servicegebühren und der bekanntlich niedrigen Guthabenverzinsung überhaupt ratsam einen neuen Bausparvertrag abzuschließen? Ist es wirtschaftlich sinnvoll für Kinder einen Bausparvertrag zur Vorsorge als Sparplan abzuschließen?

Mit diesen und weiteren Fragen zum Bausparen wenden sich Ratsuchende an die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. Um die Fragen der Verbraucher beantworten zu können, wurden einzelne aktuelle Tarife unterschiedlicher Bausparkassen für die Ansparphase durchgerechnet. Yvonne Röhling, Referentin für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt sagt, diese Berechnungen haben gezeigt, dass Abschluss- und Kontoführungsgebühren einen Großteil der staatlichen Förderungen verschlingen.

Ohne Wohnungsbauprämie reichen die Guthabenzinsen bei den aktuellen Tarifen nicht aus, die Gebühren zu decken.

Die Erhöhung der Wohnungsbauprämie macht das Sparen in einen neuen Bausparvertrag ohne späteren Kreditwunsch folglich nicht attraktiver. Nur für bereits bestehende Bausparverträge ist die Erhöhung der Wohnungsbauprämie ein Zugewinn. Der Erhalt der Wohnungsbauprämie ist an die wohnwirtschaftliche Verwendung der Mittel aus dem Bausparvertrag geknüpft.

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