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Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt mahnt Debeka Bausparkasse ab

Pressemitteilung vom

Durch den Stopp des vereinbarten Sparrateneinzuges verhindert die Debeka Bausparkasse AG ein Ansteigen des Guthabens im Bausparvertrag. Dem Bausparer entgehen so Zinsen und Zinsbonus!

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Anfang des Jahres erhielten die Bausparer der Debeka Bausparkasse AG ein Informationsblatt zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Versteckt am Ende dieses Blattes unter einer klein gedruckten Zwischenüberschrift teilt die Debeka mit, dass „(mit) Zuteilung des Bausparvertrages der Sinn und Zweck des Bausparens – die Erlangung des Anspruchs auf ein Bauspardarlehen –erreicht“ sei und sie „daher SEPA-Basis-Lastschriften ab dem 01. Januar 2019 für sich in der Zuteilung befindliche Bausparverträge im Tarif BS 1 nicht mehr ausführen“ werde.


Durch den Stopp des vereinbarten Sparrateneinzuges verhindert die Debeka Bausparkasse AG ein Ansteigen des Guthabens im Bausparvertrag. Dem Bausparer entgehen so Zinsen und Zinsbonus!
Das ist wohl auch das finanzielle Ziel der Bausparkasse. Was für Bausparer eine lukrative Geldanlage ist, wird der Bausparkasse in Zeiten des Niedrigzinses zu teuer. So beschweren sich Bausparer schon seit einigen Jahren bei den Verbraucherzentralen über Versuche ihrer Bausparkassen, sie aus gut verzinsten Verträgen zu drängen. Typische Maschen sind neben Kündigungen (vermeintlich attraktive) Lockangebote oder Drohungen mit finanziellen Nachteilen, wie man auf der Internetseite hier: Bausparkassen: Kündigungswelle wegen Niedrigzinsen | Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt der Verbraucherzentralen nachlesen kann.


Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat die Debeka Bausparkasse wegen ihrer neuen Masche jetzt abgemahnt und aufgefordert, diese Vorgehensweise zu unterlassen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale endet die Verpflichtung der Bausparkasse aus dem SEPA-Mandat zum Einzug der Sparraten nicht automatisch mit Erreichen der Zuteilungsreife. Auch das Verstecken der Mitteilung über die Vertragsänderung in einem Informationsblatt zum Datenschutz sieht die Verbraucherzentrale als rechtswidrig an.


Die Verbraucherschützer raten betroffenen Bausparern, der Einstellung des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens zu widersprechen und den Bausparvertrag selbstständig mittels Dauerauftrag zu besparen. Monatliche Sparzahlung bis zur Regelsparrate dürfen Bausparkassen auch nicht abweisen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.