Wärmstens empfohlen

Pressemitteilung vom

In vielen Haushalten laufen die Heizungen dieser Tage auf Hochtouren. Wer nicht nur bei zweistelligen Minusgraden an die jährliche Heizkostenabrechnung denkt, kann trotz Arbeiten und Lernen zu Hause Energie und Geld sparen. Sinnvoll ist das auch im Hinblick auf die seit 1. Januar 2021 geltende CO2-Bepreisung auf fossile Energieträger, die bei einer Öl- oder Gasheizung einen zusätzlichen Preisfaktor bei den Heizkosten darstellt.

Heizung
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Oft ist die einmal im Jahr eintreffende Heizkostenabrechnung für Mieter ein Buch mit sieben Siegeln. „Die meisten Ratsuchenden fragen deshalb nach, wie die Heizkosten genau berechnet werden“, sagt Wolfgang Teichert, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. Er empfiehlt, sich nicht erst dann zum Energiesparen beraten zu lassen, wenn bereits eine hohe Nachforderung auf dem Tisch liegt. Der sparsame Umgang mit Energie wird immer bedeutender. Mit der ab diesem Jahr fälligen CO2-Bepreisung sind für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro zu zahlen, 2022 bereits 30 Euro. Für 2021 werden bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung für den Energieverbrauch einer Gasheizung etwa 60 Euro Mehrkosten, bei einer Ölheizung sogar 80 Euro fällig.
Optimieren lassen sich Energieverbrauch und Heizkosten in den eignen vier Wänden bereits mit leicht umsetzbaren Maßnahmen. Wer diese jetzt berücksichtigt, kann doppelt profitieren – zum einen unmittelbar vom gesunden Raumklima und zum anderen durch Ersparnisse bei der Heizkostenabrechnung im kommenden Jahr.

Achten Sie darauf, kühlere Räume nicht mit der Luft aus warmen Räumen zu heizen und die Tür dazwischen geschlossen zu halten. So wird verhindert, dass statt Wärme vor allem Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum gelangt und die Schimmelpilz-Bildung fördert. Für gesunde Raumluft sorgt auch effizientes Lüften der Räume. Um die Wärmeverluste dabei so gering wie möglich zu halten gilt es, zwei- bis dreimal täglich für drei bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern zu lüften. So wird die Raumluft schnell ausgetauscht, ohne dass Möbel und Wände die gespeicherte Wärme abgeben. Die Heizkörper-Thermostate werden dabei zugedreht und bei niedrigen Temperaturen abgedeckt, damit die Heizung beim Lüften nicht anspringt und kostbare Wärme nicht ungenutzt verloren geht.
Echte Energiesparhelfer sind Heizkörper-Thermostate. Zur Wahl der gewünschten Raumtemperatur gibt es neben manuellen Standard-Thermostaten auch programmierbare Geräte, bei denen das Heizkörperventil automatisch gesteuert wird. Unabhängig von der Art des Thermostats kommt es auf die richtige Einstellung an und darauf, dass die Thermostate nicht durch Vorhänge oder Kleidungsstücke verdeckt sind. Bei programmierbaren Geräten erfolgt die Einstellung entweder direkt am Heizkörper oder per App im Smartphone. Die Zeiten, in denen geheizt werden soll sowie die gewünschten Temperaturen können je nach Nutzung für jeden Raum exakt eingestellt werden. Programmierbare Thermostate punkten in Sachen Komfort und vermeiden, dass ungenutzte Räume zwischenzeitlich zu stark geheizt werden.
Gut zu wissen ist, dass Thermostate einfach alleine gewechselt werden können. Praktische Tipps dazu gibt es hier . Mieter, die einen Austausch ebenfalls vornehmen dürfen, müssen die alten Thermostate aufbewahren, um beim Auszug den Ursprungszustand der Wohnung wieder herstellen zu können.

Wann sich der Austausch von Thermostaten lohnt und welche Geräteart am besten geeignet ist, dazu beraten Sie die Energieberater der Verbraucherzentrale individuell und anbieterunabhängig. Zu unserem Angebot gehört neben vielen weiteren Themen auch die Bewertung Ihrer Heizkostenabrechnung. Die Beratung findet während des Lockdowns ausschließlich telefonisch oder online statt. Mehr Informationen gibt es telefonisch unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei).

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.